Newsarchiv

Heimerziehung im Namen der Ordnung. Biografisches Theater der Gruppe nachtACTiv

Freies Theater, Wilhelm-Greil-Straße 23, Innsbruck:
29., 30, 31.10.2015, 20 Uhr und 11., 12., 13.12.2015, 20 Uhr
   Eintrittt 15,- / 10,- Euro
Reservierung T 0660/845 53 58 oderTheater-Heimerziehung@gmx.at

Einladungskarte


Dissoziation (Abspaltung traumatisierender Erinnerungen)ist verjährungshemmend

stellten das Bezirksgericht Feldkirch und das Oberlandesgericht Innsbruck fest, im Gegensatz zum Oberlandesgericht Graz berichtet die Sendung Bürgeranwalt im ORF im April 2014 über zwei Opfer sexueller Gewalt in der Kindheit. Zur Sendung


68 neue Meldungen von heimopfern beim land tirol

114.000 Euro sollen an 60 Geschädigte ausbezahlt werden, berichtet die Tiroler Tageszeitung am 4. April 2014. Mit durchschnittlich 1.900 Euro pro Opfer segle das Land Tirol auf Sparkurs bei den Opfern, kritisieren Betroffene.


klage von jenö molnar abgewiesen

Das Landesgericht Linz kam zu dem Schluss, dass der Fall verjährt sei, obwohl der psychiatrische Gutachter die Argumentation von Jenö Molnar stützte. Lesen Sie die Berichte von ooe.orf, 4.4.2014 und 28.1.2014


filmbericht über die vorträge von ulrike paul, peter ruzsicska und ausstellungseröffnung marina schennach

im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sieg über die Ängste der Kindheit“ in der Galerie Claudiana am 12. März 2014 des Tiroler Vereines für Kinder im Heim. Zum Film


filmbericht über die Ausstellungseröffnung

Filmbericht von Robert Melzer über die Ausstellungseröffnung von Helmut Oberhauser „Sieg über die Ängste der Kindheit“ in der Galerie Claudiana am 6. März 2014 des Tiroler Vereines für Kinder im Heim mit Bischof Manfred Scheuer, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landesrätin Christine Baur unter musikalischer Begleitung von Tombeck. Der Beitrag beginnt mit dem Beitrag von tirol heute zur Ausstellungseröffnung.


Medikamentenmissbrauch in einer internatsschule für menschen mit behinderung

"Dann kommt die medizinische Keule", Kurier 16.3.2014

Stellungnahme von Volker Schönwiese für eine rasche Schließung, Kurier 17.3.2014


Antrag der liste fritz im tiroler landtag zur verzicht auf die verjährungsfrist

Bundessozialämter lehnen serienmäßig Anträge ehemaliger Heimkinder nach dem Verbrechensopfergesetz ab

Ehemalige Heimkinder haben nach dem oösterreichischen Verbrechensopfergesetz (VOG) Anspruch auf staatliche Hilfeleistungen, sofern die Misshandlungen bleibende seelische und körperliche Schäden hervorriefen. Der deutsche Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer gewinnt seit einiger Zeit den Eindruck, dass die einzelnen Landesstellen des Bundessozialamts zielgerichtet und mit vorgefertigten Formulierungen darauf aus sind, Anträge ehemaliger Heimkinder serienmäßig abzulehnen. Er spricht von einem „Kartell aus sozialer Kälte der Behörden und verantwortungsloser Willfährigkeit von Ärzten". Zur Pressemitteilung von RA Christian SailerSchadenersatzansprüche

Oftmals sind Schadenersatzansprüche von ehemaligen Klosterschülern bereits verjährt - sie können gerichtlich nicht mehr gegen ihre ehemaligen Peiniger vorgehen. Durch ein aktuelles OGH-Urteil könnte sich das aber bald ändern. Missbrauchsopfern soll es künftig möglich sein, auch noch Jahrzehnte später gegen die wahren Verantwortlichen vorzugehen.

Großzügig, aber anerkennungswürdig, 28.8.2013
Klasnik begrüßt strenge Regeln, 28.8.2013

Höchstgericht stärkt Missbrauchsopfer, 27.8.2013

1,3 Millionen Entschädigung in Vorarlberg, 3.9.2013


Ehemalige Heimkinder fordern Ehrenzeichen für Brigitte Wanker

KURIER: Sie wurde für ihren Mut bestraft, 13.7.2013

Brigitte Wankers Erfahrungen im St-Josef-Institut in Mils 1980 und die Reaktionen von Kirche und Politik (Aus Schreiber: Im Namen der Ordnung)

Reine Glückssache: Kaum Chancen von Heimzöglingen auf ein normales bürgerliches Leben, Interview mit der Sozialarbeiterin Brigitte Wanker über das Josef-Institut Mils; Juni 2011

Mauern überall: Tagebuch und Bericht von Brigitte Wanker

Ausschnitt aus dem Teleobjektiv 1980 über das St. Josef-Institut, Mils, mit Brigitte Wanker

Laudatio Erwin Aschenwald für Brigitte Wanker anlässlich ihrer Vernissage in Schwaz, Juni 1980


Studie zu Pater magnus kerner und hermann pepeunig

Das Institut für Zeitgeschichte (Sabine Pitscheider, Dirk Rupnow, Horst Schreiber) verfassten im Auftrag eine Studie zu Kerner und Pepeunig, auf deren Grundlage der Gemeinderat eine Aberkennung der verliehenen Sozialehrenzeichen beschloss. Zur Studie

 Das Land Tirol prüft nun ebenfalls eine Aberkennung, 12.7.2013

Träger von Ehrenzeichen am Prüfstand, 11.7.2012

Opfer fordern Aberkennung von Ehrenzeichen, 27.7.2011

Wer nicht pariert, wird korrigiert. Hermann Pepeunig und das Aufbauwerk der Jugend; Echo online, Mai 2010


Innsbrucker Gemeinderat aberkennt ehrenzeichen

Innsbruck zieht Ehrung für Kindesmisshandler zurück, 11.7.2013

Innsbruck will gewalttätigen Heimleitern Ehrenzeichen aberkennen, 11.7.2013


aberkennung von sozialehrenzeichen

Pater Magnus Kerner, längjähriger Leiter des Seraphischen Liebeswerks und des Erziehungsheims Bubenburg, Fügen, und Hermann Pepeunig, langjähriger Leiter des Aufbauwerks der Jugend in Innsbruck, wird posthum das Sozialehrenzeichen der Stadt Innsbruck aberkannt. Lesen Sie mehr.

Aberkennung der Sozialehrenzeichen

Nach Studie: Stadt Innsbruck erkennt Ehrenzeichen ab, 27.6.2013

Innsbruck erkennt Orden ab

Auch das Land muss sich der Vergangenheit stellen

Aberkennung der Orden: Nun entscheidet die Politik


filmbericht über die Ausstellungseröffnung

Filmbericht von Robert Melzer über die Ausstellungseröffnung von Helmut Oberhauser „Sieg über die Ängste der Kindheit“ in der Galerie Claudiana am 6. März 2014 des Tiroler Vereines für Kinder im Heim mit Bischof Manfred Scheuer, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landesrätin Christine Baur unter musikalischer Begleitung von Tombeck. Der Beitrag beginnt mit dem Beitrag von tirol heute zur Ausstellungseröffnung.


missbrauch: scharfe uno-kritik an vatikan

Mitglieder des UNO-Kinderrechtskomitees (CRC) haben den Vatikan wegen mangelnder Transparenz im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche scharf kritisiert. Am Donnerstag stellte sich der Vatikan erstmals den Fragen des CRC in Genf. Dabei ging es u. a. um die unzähligen Missbrauchsskandale in der Kirche und Maßnahmen, um Kinder besser zu schützen. Lesen Sie mehr


ausstellung zur geschichte der Heimerziehung mit rahmenprogramm

Eine Veranstaltung der Forschungsgruppe „Regime der Fürsorge“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem ArchFem und der Initiative Minderheiten. Lesen Sie mehr


AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG HELMUT OBERHAUSER IN INNSBRUCK

Ausstellungseröffnung von Helmut Oberhauser „Sieg über die Ängste der Kindheit“ in der Galerie Claudiana, Herzog-Friedrich-Straße 3, präsentiert und veranstaltet vom Tiroler Verein für Kinder im Heim und ihrer Obfrau Christine Jung am 6. März 2014, 18 Uhr.

Begrüßung Landesrätin Christine Baur und Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

Moderation: Horst Schreiber

Musikalische Begleitung Tombeck und Band

Die Ausstellung ist ab 6. März zwei Wochen lang zu sehen.

Rahmenprogramm 11. - 14. März 2014

Homepage von Helmut Oberhauser


Programm der ausstellungen, lesungen und vorträge des Tiroler vereins für heimkinder

11. März

Ausstellung Martin Schauer

18 – 20 Uhr Lesung Luggi Brantner Homepage

20 – 22 Uhr Lesung Sieglinde Schauer-Glatz

Ausstellungseröffnung Martin Schauer

Homepage von Luggi Brantner

12. März

Ausstellung Marina Schennach

18 – 19 30 Uhr Vortrag Dr. Ulrike Paul und Brigitte Warenski

19 30 Uhr Vortrag Peter Ruzsicska

14. März

Ausstellung Brigitte Wanker

19 Uhr Vortrag Gernot Zimmermann und Erwin Aschenwald


Landespressekonferenz mit LR.in Christine Baur: Arbeit in Heimen

Präsentation des Kurzberichts der Arbeitsgruppe „Arbeit in Heimen – Jugendliche in der Fürsorgeerziehung“

Zeit: Freitag, 15. November 2013, 9.30 Uhr 

Ort: Sozialpädagogisches Zentrum St. Martin, St. Martin 16, 6130 Schwaz

Weitere Gesprächspartner: Dietmar Schennach, Landesamtsdirektorstellvertreter;

Daniela Laichner, Anlaufstelle Opferschutz Tirol

Mit der Präsentation des Kurzberichts der Arbeitsgruppe „Arbeit in Heimen – Jugendliche in der Fürsorgeerziehung“ wird ein Versuch zur Aufarbeitung eines Teils der Geschichte des Tiroler Heim- und Fürsorgewesens gemacht. Im Bericht werden die ersten Ergebnisse dieser Aufarbeitung der Geschehnisse im Heim St. Martin in Schwaz samt Opfer- und Zeitzeugenberichten sowie einer Übersicht über die noch vorhandene Aktenlage präsentiert. Darüber hinaus versucht der Bericht ein Bild der gegenwärtigen psychosozialen Situation der ehemaligen Heimbewohnerinnen zu zeichnen und es werden Empfehlungen zur Prävention eines solchen Unrechts für die Zukunft ausgesprochen.


 

Künstlerhaus Krieg gegen Kinder

Das Künstlerhaus eröfnet am 5.12.2013 die Gemeinschaftsausstellung „Krieg gegen Kinder“: Eine künstlerische Weiterführung der Debatte über die Gewalt in den Wiener Erziehungsheimen. Lesen Sie mehr


tagung jugendfürsorge und gewalt

Freitag, 6.12.2013
Ort: Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15–19, 1080 Wien

Bei der Tagung soll der Frage nachgegangen werden, welche Techniken der Stigmatisierung, Verfolgung, Bestrafung, Absonderung und Internierung angewendet wurden und mit welchen gesellschaftlichen Diskursen diese Praktiken verknüpft sind. Das Programm


PFLEGEKINDER Am Land

waren vielfach Gewalt ausgesetzt und nicht sozialversichert. Bisher stand die Geschichte der Pflege- und Ziehkinder im Schatten der Heimerziehung, stellt Horst Schreiber in der Tiroler Tageszeitung, 16.6.2013, fest. Lesen Sie mehr.

Gewalt gegen Pflegekinder war Alltag

pdf Gewalt gegen Pflegekinder war Alltag 1

pdf Gewalt gegen Pflegekinder war Alltag 2


DIE WILHELMINENBERG-KOMMISSION ZUR VERJÄHRUNGSFRIST

"Zur oftmals gestellten Frage der Notwendigkeit der Verlängerung von Verjährungsfristen ist darauf hinzuweisen, dass die Stadt Wien keinen Einfluss auf bundesgesetzlich zu regelnde Fristen hat.

Abzulehnen ist allerdings die bisherige Rechtsansicht der Stadt Wien, wonach sie aus Gründen des sparsamen Umgangs mit Haushaltsmitteln in jedem Fall gehalten wäre, bei allfälligen zivilrechtlichen Klagen die Einrede der Verjährung zu erheben.

Bei einer Gegenüberstellung der zu schützenden Rechtsgüter darf es bei ethischer Betrachtungsweise keinen Zweifel daran geben, dass der Ausgleich eines aufgrund einer Menschenrechtsverletzung erlittenen Schadens höher zu bewerten ist als die Einhaltung von Budgetrichtlinien."


Die Kinderbeobachtungsstation der Maria Nowak-Vogl
Filmvorführung & Podiumsdiskussion

Termin: Montag, 18. November 2013
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Leokino Innsbruck

Die Kinderbeobachtungsstation der Maria Nowak-Vogl. Filmvorführung & Podiumsdiskussion.

Der 1980 in der ORF Sendung „teleobjektiv“ ausgestrahlte Film „Problemkinder“ von Kurt Langbein hat bereits viele Jahre vor der aktuellen medialen Diskussion aufgezeigt, zu welche massiven Missständen es bei der Fremdunterbringung von Kindern in Österreich gekommen ist. In der rund einstündigen Dokumentation werden unter anderem auch die unhaltbaren Zustände in der Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation, die von 1954-1987 von der Fürsorgeärztin, Psychiaterin und Heilpädagogin Maria Nowak-Vogl geleitet worden war, aufgezeigt.
Seit 2012 hat sich eine Medizin-Historische ExpertInnenkommission mit Nowak-Vogls Kinderbeobachtungsstation auseinandergesetzt. Am 18. November 2013 präsentiert die Kommission ihren Bericht. Im Leokino findet im Anschluss an die Filmvorführung eine Podiumsdiskussion mit Filmemacher Kurt Langbein und Mitgliedern der Medizin-Historischen ExpertInnenkommission über die Ergebnisse und Erkenntnisse statt.
Der Eintritt ist kostenlos: Kartenreservierung direkt beim Leokino Innsbruck unter ++43-512-560470 möglich.


Buchpräsentation verwaltete Kindheit

Präsentation des neuen Buches von Georg Hönigsberger und Irmtraut Karlsson am 13.11. 20 Uhr im Theater Nestroyhof in Wien. Das Programm

Präsentation im Republikansichen Klub Wien. Lesen Sie mehr


Videoausschnitt der Präsentation

Ernst Berger / Tamara Katschnig: Gewalt in Wiener Heimen zwischen 1945 und 1990 – eine retrospektive Studie aus psychotraumatologischer Perspektive

Im Auftrag der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ wurden im Verlauf von 12 Monaten (März 2011–März 2012) Interviews mit 130 Personen geführt, die angaben, als ehemalige Heimkinder traumatisiert worden zu sein.

98,5 % berichten über Erlebnisse psychischer, 96,2 % körperlicher und 46,9 % sexueller Gewalt. 45,5 % berichten auch über positive Erlebnisse (unabhängig von der Art der erlebten Gewalt). Probleme im späteren Leben finden sich signifikant häufiger nach sexuellen Gewalterfahrungen: instabile Berufslaufbahnen, instabile Partnerschaften, psychopathologische Symptome, gravierende Turbulenzen im Lebenslauf. Die Erlebnisse körperlicher Gewalt sind signifikant korreliert mit instabiler Berufslaufbahn und tendenziell mit höherer Delinquenzneigung. Die Häufigkeit späterer psychiatrischer Behandlung ist (nicht signifikant) mit der Dauer des Heimaufenthaltes verknüpft.

Erschienen in neuropsychiatrie 2/2013.


schläge verboten, aber nicht verschwunden

600.000 Kinder werden Schätzungen zufolge mit Gewalt erzogen. Circa ein Drittel der Eltern weiß nicht, dass das seit bald 25 Jahren verboten ist. Weiter


Anglikanische Kirche entschuldigt sich

Die anglikanische Kirche von England hat sich nach ihrer Generalsynode am Wochenende förmlich für sexuelle Übergriffe von Priestern auf Kindern entschuldigt. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, forderte einen „kompletten Wandel von Kultur und Benehmen“ in der Kirche.

In der Diözese Chichester hatten zwei Priester in den 1970er und 1980er Jahren nachweislich Kinder missbraucht. Die Kirche entschuldigte sich nun auch für ihr Versagen im Umgang damit. „Wir wollten nicht hören, dass etwas falsch lief, und wir schützten die Institution auf Kosten derer, die missbraucht wurden“, sagte der Bischof von Nottingham, Paul Butler.

Weiters: Bericht über Kindesmissbrauch in Heimen von Wales 17 Jahre lang verheimlicht


Kremsmünster - Katholische Kirche

Gesammelte Berichterstattung zu Kremsmünster und zur Katholischen Kirche.
Lesen Sie mehr

System Kremsmünster blieb straflos, 4.7.2013


kärnten zahlt die niedrigsten "entschädigungen"

Jahrzehntelang hat der Kinderpsychiater Franz Wurst Kindern und Jugendlichen sexuelle Gewalt angetan. Das Land Kärnten (FPÖ/BZÖ/FPK) speiste die Opfer mit 5.000 Euro ab. Diesen Richtwert übernahm das Land auch für die Opfer im Heimskandal. Die neue Regierung überlegt noch, diese Summe zu erhöhen. Der Standard berichtete.

Kärnten will Kommission für Missbrauchsopfer, 25.6.2013 


PFLEGEKINDER DER STADT WIEN

Eine Stude, die von der Stadt Wien in Auftrag gegeben wurde und die Situation  Wiener Pflegekinder untersucht, bestätigt bisherige Ergebnisse: LIeblosigkeit, Härte, physische, psychische und sexuelle Gewalt waren an der Tagesordnung, die Ausbeutung der Arbeitskraft ebenso. Lesen Sie mehr.

Martyrium auf dem Land, 21.7.2013

Studie: Pflegekinder als Arbeitskräfte, 20.6.2013

Pflegekinder als Hilfsarbeiter und Opfer von Gewalt, 19.6.2013

Die nächste Wiener Causa: Ausgebeutete Pflegekinder, 19.6.2013

Pflegekinder: HIebe statt Liebe, 19.6.2013


BERICHTERSTATTUNG ZUM BERICHT DER WILHELMINENBERG-KOMMISSION

"Die Stadt wusste alles", Juni 2013

Präsentation des Berichts der Wilhelminenberg-Kommission, Juni 2013

Kinderheim Wilhelminenberg: Zu spätes Entsetzen, 17.3.2013

Der Sündenfall des Roten Wien, 16.6.2013

Strafrecht: Heimfälle wohl verjährt?, 13.6.2013

Nach Wilhelminenberg-Bericht: Weitere Heime werden geprüft, 13.6.2013

"Massive Gewalt" und vernichtete Akten im Schloss Wilhelminenberg, 12.6.2013

Zitate aus dem Endbericht zu Wilhelminenberg, 12.6.2013

Wilhelminenberg: Missbrauch bestätigt, 12.6.2013

Wilhelminenberg: "Massiver sexueller Missbrauch", 12.6.2013

Wilhelminenberg: "Massiver sexueller Missbrauch" (2), 12.6.2013


endBERICHT DER WILHELMINENBERG-KOMMISSION ERSCHIENEN

Wie nicht anders zu erwarten war, bestätigt die Kommission die Erfahrungen und Berichte, welche die Betroffenen in den letzten beiden Jahren in der Öffentlichkeit getätigt haben. Gleichzeitig kommt die Kommission zu ähnlichen Ergebnissen wie die bisher erschienen Studien in Tirol, Wien und Salzburg.

"Die Abgeschlossenheit durch die Lage an der Peripherie, die Führung des Personals durch eine zu Gewalt und Missachtung der Heimkinder neigenden Direktion vor Ort – was der Verwaltung durchaus bekannt und offenbar erwünscht war, die Gefährdung der Mädchen durch fahrlässige Beaufsichtigung und fehlende Kontrolle sowie das Unvermögen bzw. die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit reformierender Kräfte, eine Änderung herbei zu führen, machten das Kinderheim Wilhelminenberg bis heute zu einem Erinnerungsort des physischen und psychischen Schmerzes. (...) Die Kommission bestätigt, dass Kinder und Jugendliche im Kinderheim Wilhelminenberg über die gesamte Zeit des Bestehens des Heims physischer und psychischer Gewalt unterschiedlicher Form und unterschiedlichen Ausmaßes ausgesetzt waren. Es ist evident, dass jene Gewaltausübung, wie sie in Interviews nahezu durchgängig in Hinsicht auf viele Erzieher geschildert wird, über das damals noch gebräuchliche Züchtigungsrecht deutlich hinausging. Die geschilderten erhaltensweisen verstießen häufig und in hohem Maße gegen die Heimverordnung 1956, sodass kein Zweifel an der Unrechtmäßigkeit des Verhaltens bestehen kann und davon auszugehen ist, dass vielfach gegen strafgesetzliche Normen verstoßen wurde. (...) Die Kommission kommt somit zu dem Schluss, dass Kinder und Jugendliche im Laufe der Jahrzehnte im Heim am Wilhelminenberg massivem sexuellen Missbrauch ausgesetzt waren, der im zeitlichen Kontext durchaus unterschiedliche Schwerpunkte aufwies. (...) Somit tragen die für die Kinderheime zuständigen Politiker letztendlich die Verantwortung für die Situationen im Kinderheim Wilhelminenberg, wo während der gesamten Zeit des Bestehens schwere Gewalt angewendet und das Leben vieler Kinder und Jugendlichen massiv beeinträchtigt wurde." Lesen Sie mehr


DIE WILHELMINENBERG-KOMMISSION ZUR VERJÄHRUNGSFRIST

"Zur oftmals gestellten Frage der Notwendigkeit der Verlängerung von Verjährungsfristen ist darauf hinzuweisen, dass die Stadt Wien keinen Einfluss auf bundesgesetzlich zu regelnde Fristen hat.

Abzulehnen ist allerdings die bisherige Rechtsansicht der Stadt Wien, wonach sie aus Gründen des sparsamen Umgangs mit Haushaltsmitteln in jedem Fall gehalten wäre, bei allfälligen zivilrechtlichen Klagen die Einrede der Verjährung zu erheben.

Bei einer Gegenüberstellung der zu schützenden Rechtsgüter darf es bei ethischer Betrachtungsweise keinen Zweifel daran geben, dass der Ausgleich eines aufgrund einer Menschenrechtsverletzung erlittenen Schadens höher zu bewerten ist als die Einhaltung von Budgetrichtlinien."


EINE ZUSCHRIFT AUS DER SCHWEIZ

Auch in der Schweiz wurden Tausende von Kindern in Heimen und auf Bauernhöfen missbraucht und unter miesesten Bedingungen in Heimen und Kloster und ähnlichen Gebilden untergebracht und dabei gedemütigt und sexuell und körperlich ausgenutzt bis in den 80 Jahren und zum Teil bis ins Jahr 2000. Dass war und ist einer der Kapiteln von dem auch die Eidgenossenschaft sich nicht drücken kann. Hier wurden alle betroffenen Kinder mit Füssen getreten und es gab auch viele Tote durch Selbsttötung und einige wenige auch direkt in katholischen Unterkünften. Heute noch leiden viele an den Folgen dieser Erlebnisse. Aber die heutige Politik tut sich sehr schwer, wenn es heute darum geht, die noch lebenden Kinder zu Entschädigen. Dir Parlamente wären sehr froh nicht darüber Sprechen zu müssen. Ich bin selber davon betroffen und seit vielen Jahren invalid. Ich bin ein uneheliches Kind und wurde von den Behörden seit der Geburt weggesperrt. Also ich weiß, von was ich rede. Viele Jahre wurde ich sexuell ausgebeutet. Lange habe ich das Geschehene verdrängt, doch heute kommt alles wieder an die Oberfläche. 


eröffnung nationale gedenkstätte kinderheim mümliswil

Am Samstag, 1. Juni 2013 um 10.30 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Nationalen Gedenkstätte Kinderheim Mümliswil statt. Gemäss dem Stiftungszweck, Gewalt an Kindern zu verhindern und die Öffentlichkeit 
dafür zu sensibilisieren, hat die Guido Fluri Stiftung das Kinderheim Mümliswil erworben und in eine Nationale Gedenkstätte umgewandelt. 
Als Begegnungszentrum, Ausstellungsort und Informationsplattform ist dieses den ehemaligen Heim- und Verdingkindern und der Aufarbeitung ihrer Geschichte gewidmet. Das Haus soll ein Ort der Erinnerung und Hoffnung werden und der Aufklärung sowie dem Austausch zwischen den Generationen dienen.
Alle Betroffenen sind an der Eröffnung ganz herzlich eingeladen. 
Wir möchten am 1. Juni ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung setzen und freuen uns, wenn wir Sie an diesem Anlass in Mümliswil begrüssen dürfen. Lesen Sie mehr


FÜRSORGEERZIEHUNG UND FREMDUNTERBRINGUNG IN SALZBURG

Fürsorgeerziehung und Fremdunterbringung in Salzburg. Soeben erschienen: Ingrid Bauer, Robert Hoffmann, Christina Kubek: Abgestempelt und ausgeliefert. Lesen Sie mehr


INTERVIEW MIT LUGGI BRANTNER

Interview mit Luggi Brantner über sein Schreiben und sein Leben (Netzwerk verdingt). Lesen Sie mehr


 

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Abgerufen am: 17-10-2017